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Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung der eingesetzten Energie der Brennstoffe in mechanische oder elektrische Energie und Nutzwärme. Sie ist das effizienteste Prinzip zur energetischen Nutzung von Brennstoffen, gleich ob fossil oder erneuerbar (b.kwk). Etwa 9/10 des Brennstoffs werden sinnvoll ausgenutzt.

Traditionell wird der elektrische Strom vorwiegend in Großkraftwerken produziert, wobei die zwangsläufig entstehende Wärme als sogenannte "Abwärme" in die Luft oder in Flüsse abgeleitet werden muss. Der für die Abwärme verwendete Brennstoff hat überwiegend keinen positiven Nutzen, da Fernwärmeleitungen kostenintensiv und deshalb nur in geringem Umfange vorhanden sind. Nur ca. 1/3 des eingesetzten Brennstoffs wird tatsächlich in Strom umgewandelt, rund 2/3 gehen - häufig mit unerwünschten Folgen für die Umwelt- verloren. Andernorts benötigte Wärme für Haushalte und Unternehmen muss überwiegend erneut erzeugt werden.

KWK-Anlagen werden dagegen am Standort des Wärmebedarfs betrieben, so dass die Wärmeleistung ( auch für Kühlzwecke mittels Adsorption oder Absorption, als Prozesswärme oder zu Trocknungszwecken)  in vollem Umfange genutzt werden kann. Der dabei erzeugte Strom kann selbst verbraucht oder problemlos in die fast überall verfügbaren Stromnetze eingespeist werden.

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Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung

Damit ist eine Dezentralisierung der Stromerzeugung verbunden. Die Wertschöpfung wird zu örtlichen Unternehmen aus den Bereichen Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen verlagert, was zu einer Stärkung des Mittelstandes und zu einer Sicherung der dortigen Arbeitsplätze führt.

Die Kraft-Wärme-Kopplung soll nach dem Willen der EU und der Bundesregierung einen entscheidenden Beitrag leisten zu der angestrebte CO2-Einsparung und einer sparsamen Energieverwendung. Die aktuellen Förderbestimmung und Vergütungsregelungen ermöglichen den Betreibern von KWK-Anlagen hohe Energiekosten-Einsparungen bzw. Investitionsrenditen. Es ist deshalb sehr empfehlenswert,  bei der Planung der Wärme- oder Kälteversorgung von Gebäuden und Produktionsprozessen immer auch die Möglichkeit der gekoppelten Stromerzeugung zu prüfen.

 

Einsatzgebiete von KWK-Anlagen:

  • Mittelständisches Gewerbe

  • Nahrungsmittelindustrie

  • Getränkeindustrie

  • Gärtnereien  / Agrarwirtschaft

  • Hotels / Gastgewerbe

  • Kliniken / Seniorenwohnanlagen

  • Bildungseinrichtungen und andere öffentliche Gebäude

  • Verwaltungsgebäude

  • Lagerhäuser

  • Wohngebäude / Baugebiete

  • Galvanikbetriebe

  • Schwimmbäder / Wellnessanlagen

  • sonstige produzierende Gewerbebetriebe

 


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